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 Ägyptische Religionslehre teil 2

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BeitragThema: Ägyptische Religionslehre teil 2   Sa Sep 01, 2007 11:00 am

Das Horus-Auge
Im Verlauf des Kampfes zwischen Seth und Horus wurde Horus ein Auge ausgestochen, das jedoch von seiner Mutter Isis geheilt wurde. Oft ist jedoch auch Thot als Retter angegeben, da es sich bei dem verletzten Auge um das linke und damit das Mondauge handelte. Somit wurde es zu einem Symbol für Heilung und Schutz vor Gefahr. Das Udjat-Auge wurde seit dem Alten Reich als Amulett verwendet.


Die Reichsteilung
Re, der die Verwüstung der Welt kommen sah, da keiner der beiden bereit war die Kriegshandlungen einzustellen, rief alle anderen Götter auf zu beraten, wer von den beiden denn nun der Pharao über die Welt sein sollte.

Doch die Götter konnten sich nicht einig werden. Also riefen sie Neith, die Göttin der Weisheit an, eine Entscheidung zu treffen. Neith entschied sich für Horus, aber Seth wollte sich damit nicht zufrieden geben und entfachte den Krieg aufs neue.

Schlussendlich sollte Osiris, der Regent der Unterwelt, entscheiden. Dieser verlangte darauf hin von allen Göttern die Entscheidung der Neith zu akzeptieren.

Damit wurde die Welt geteilt. Horus herrschte ab sofort über das schwarze Land Ägypten und Seth bekam als neues Reich das rote Land, bestehend aus der lebensfeindlichen Wüste zugeteilt.

Siehe auch: Reichseinigung


Der Götterpantheon

Erscheinung der Götter
Die ägyptischen Götter sind meist mehrgestaltig. Dies geht auf die Gleichsetzung lokaler Gottheiten mit unterschiedlichen äußeren Merkmalen zurück. Im Laufe der ägyptischen Geschichte gewannen die großen Gottheiten neue Aspekte hinzu, oder Götter verschmolzen miteinander, am Nachhaltigsten Amun und Re zu Amun-Re.
Die meisten Götter sind tiergestaltig oder haben Körperteile von Tieren. Manchmal haben sie jedoch auch nur einen Kopfschmuck, der daraufhin weist. So trägt Selket in Menschengestalt lediglich einen Skorpion auf dem Kopf. Einige wenige Götter erscheinen abstrakt, z. B.: Amun, der Verborgene; Aton, die Sonnenscheibe; Nun, die Urflut; Behedeti, die geflügelte Sonnenscheibe; Kuk, die Dunkelheit; Niau, die Verneinung; Huh, die räumliche Endlosigkeit; Gereh, der Mangel; Tenemu, das Verschwundene.


Einteilung

Sonnengott Re stehendDie ägyptische Religion besitzt eine Vielfalt an Göttern. Man kann sie in verschiedene Kategorien einteilen:

Hauptgott: Obwohl die ägyptische Götterwelt so vielfaltig ist, gibt es mehrere Götter, die besonders stark verehrt wurden und den anderen übergeordnet waren. Die herrschende Dynastie räumte dem Gott ihrer Heimatstadt besonders viel Einfluss ein, so dass im Alten Reich Re, ab dem Mittleren Reich Amun als oberster Gott gilt. Unter Echnaton kommt diese Ehre dem Aton zu (s. Aton-Kult weiter unten)
Lokalgötter: Götter, die lediglich in einer Stadt verehrt wurden, wie z. B. Upuaut in Siut. Viele dieser Götter waren lokale Ausformungen einer anderen Gottheit, wie z. B. Horus von Edfu.
die Neunheit von On (Heliopolis): in frühgeschichtlicher Zeit entstanden, ist sie im Alten Reich schon fest verankert. In der Neunheit sind die Götter in familienähnlichen Strukturen geordnet. An der Spitze steht Atum,der Schöpfergott von On. Weiterhin gehören zur Neunheit seine Kinder Schu und Tefnut, deren Kinder Geb und Nut, die wiederum Osiris, Isis, Seth und Nephthys zeugten.
die Achtheit von Hermopolis. Auch sie gibt es seit den Anfängen der Hochkultur, die Zeugnisse sind jedoch in der griechisch-römischen Zeit am besten.Die Achtheit ist in 4 Paaren angeordnet: Nun und Naunet, Hah und Hauhet, Kuk und Kauket; über das 4. Paar gibt es mehrere auseinandergehende Belege: genannt werden Amun und Amaunet oder Niau und Niaut. Vereinzelt werden auch Gereh und Gerhet als das 4. Paar genannt.
die Triaden: örtliche "Familien", üblicherweise Vater, Mutter und deren Kind. Am bekanntesten sind wohl Isis, Osiris und Horus. Daneben gibt es die memphitische Triade, Ptah, Sachmet und Nefertem, die Triade von Karnak, Amun, Mut und Chons. Weitere Triaden schwanken in ihrer Zusammensetzung. Diese Götter"familien" sollen nicht die tatsächliche familiäre Beziehung zueinander darstellen; die Triaden sollen Götter eines Ortes zusammenführen.
die Horussöhne: Amset, Hapi, Duamutef und Kebechsenuef sind die vier Söhne des Horus, die im jenseitigen Bereich eine wichtige Rolle einnehmen: sie bewachen die Eingeweide des Mumifizierten.
Totengötter: Unter die Totengötter fallen zum Re als Herr der Unterwelt; ab dem Mittleren Reich wird diese Position von Osiris eingenommen. Des weiteren Anubis, der über das Totengericht wacht, Thot, der das Ergebnis der Waagprüfung ausruft, Maat, deren Feder als Instrument der Wahrheit den Ausgang der Prüfung bestimmt. Die Totenfresserin vernichtet die Seelen, die die Prüfung nicht bestehen. Die Horussöhne, die die Eingeweide bewachen, könnte man unter die Totengötter zählen, ebenso die sie bewachenden Göttinnen Neith, Nephthys, Selket und Isis. Isis und Nephthys sind in diese Reihe zu stellen, weil sie den Leichnam des Osiris suchten und zusammenfügten. Sie waren Klagefrauen an seinem Grab und geleiteten ihn in die Unterwelt, wie sie es für jeden Verstorbenen tun.
Sonnengötter: Hauptgott der Sonnenkulte ist Re; die übrigen Götter repräsentieren Aspekte von ihm. Aton ist die Sonnenscheibe am Morgen, Chepre die Sonnenscheibe am Morgen und Atum die Sonnenscheibe am Abend. Schu verkörpert das Sonnenlicht Behedeti, die Flügelsonne, und Harachte, der Sonnenfalke, gehören ebenso zu diesem Kreis. Chepre als Käfer, der sich selbst erschafft (Skarabäus), ebenso wie der Sonnengott sich selbst erschuf, wird ebenfalls als Form des Sonnengottes verehrt. Weitere Götter wurden im Laufe der ägyptischen Geschichte sekundär mit Re verbunden, so z. B. Amun-Re, Sobek-Re und Chons-Re.

Der Aton-Kult
Aton, die Sonnenscheibe oder auch die Sonne selbst, stand im Mittelpunkt der Religion Echnatons. Unter seiner Regentschaft wurde die Verehrung des Gottes Aton,bestärkt und, nach inzwischen überholten Theorien, gab es einen Monotheismus.
Schon unter Amenophis III. wurde die Position des Gottes Aton ausgebaut, stark besonders im privat-kultischen Bereich der Königsfamilie. Doch unter Echnaton löste Aton den Re als Hauptgott ab. Aton, vormals nur ein Aspekt der Sonnenscheibe Re, avancierte zum Lebensspender.

Nach Echnatons Zeit wurden von seinen Nachfolgern die alten Rangfolgen der Ägyptischen Mythologie wieder hergestellt, so dass Amun wieder an die Spitze der Gottheiten trat.


Die Vernichtung der Menschheit
Es gab eine Zeit, in der die Götter mit den Menschen zusammen auf der Erde lebten und Re sowohl König der Götter als auch König der Sterblichen war. Nachdem Re jedoch alt und schwach geworden war, versuchten nicht nur die Götter daraus Vorteile zu ziehen. Auch die Menschen bemerkten Res Schwäche und verbündeten sich gegen ihn. Doch Re wusste von der gegen ihn geplanten Verschwörung und rief alle Götter zusammen, um zu beraten, wie der Aufstand niedergeschlagen werden könne. Die Versammlung fand heimlich statt, da die Menschen nicht erfahren durften, dass ihre Verschwörung entdeckt worden war. Die Antwort der Götter war einstimmig und Nun sprach für alle Götter: Sein Sohn Re solle auf dem Thron bleiben und er solle sein Auge, das sogenannte Auge des Re, in Gestalt der Göttin Sachmet, zu den Menschen schicken, um sie zu vernichten. [1] [2] Re war mit dem Rat der Götter einverstanden, seine Tochter Hathor in ihrer Verkörperung des unbezähmbar Bösen zu schicken, damit sie den Sterblichen eine Lektion erteilen könne.

Nach der Verwandlung in die wilde Löwengöttin Sachmet, begab sie sich unter die Menschen und begann das Gemetzel: Alle Lebewesen, die ihr in den Weg kamen, schlachtete sie systematisch ab. Doch als Re das erblickte, bekam er Mitleid mit den Menschen und sah, dass das Schlachten zu weit ging. War aber einmal die zerstörerische Kraft der Sachmet entfesselt, war es schwierig ihr Einhalt zu gebieten. Und so ersann Re eine List: Tausende Krüge Bier wurden herbeibeschafft und deren Inhalt mit Hämatitstaub rot gefärbt. [3] Die Bierkrüge wurden auf einem Feld, von dem die Götter wussten, dass es bald von der Rasenden heimgesucht werde, ausgeschüttet. Der Anblick versetzte Sachmet erneut in Raserei, da sie es für Menschenblut hielt und schlang gierig den ganzen See hinunter. Dadurch war sie so betrunken, dass sie unfähig war, die Menschen zu erkennen und war deshalb für sie keine Gefahr mehr.

Re war nach alldem so niedergeschmettert, dass er sich von der Welt zurückziehen wollte. Er stieg auf den Rücken der Nut in Gestalt einer Kuh und ließ sich von ihr in den Himmel tragen. Die anderen Götter klammerten sich an ihren Bauch und wurden auf dem Weg in den Himmel zu Sternen. [4] Seit dieser Zeit sind sowohl Himmel und Erde als auch die Götter von den Menschen getrennt und die jetzige Welt war geschaffen. [5] Wegen des Ritts auf der Himmelskuh ist dieser Mythos auch als das "Buch der Himmelskuh" bekannt, der jedoch erst im Neuen Reich vollständig niedergeschrieben auftritt. So z. B. im Grab von Sethos I. in einer der Nebenkammern der Grabkammer.

Inhaltlich erinnert die Geschichte an die Bibelerzählung Noahs, in der ebenfalls die ganze Menschheit durch den Zorn Gottes vernichtet werden sollte.
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